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Biographie II; Seite 2
Er lernte den Bankier und Reeder Delestang und dessen Frau kennen, auf deren Droschke er gelegentlich auf der Kutscherbank mitfahren durfte. (die monatlichen Zahlungen seines Onkels liefen über die Delestang-Bank). Über ihn schrieb er später:

'Her husband (as I sat facing them both), with his thin, bony nose and a perfectly bloodless, narrow physiognomy clamped together, as it were, by short, formal side whiskers, had nothing of Sir Leicester Dedlock's "grand air" and courtly solemnity. He belonged to the haute bourgeoisie only, and was a banker, with whom a modest credit had been opened for my needs. He was such an arden - no, such a frozen-up, mummified Royalist that he used in current conversation turns of speech contemporary, I should say, with the good Henri Quatre; and when talking of money matters, reckoned not in francs, like the common, godless herd of post-Revolutionary Frenchmen, but in obsolete and forgotten ecus - ecus of all money units in the world!'

Seine erste wirkliche Seereise machte er schließlich als Passagier auf dem Schiff 'Mont Blanc'. Das Schiff verließ am 15. Dezember 1874 den Hafen von Marseille. Das Ziel: Martinique. Zum ersten Male reiste Conrad in eine jener Gegenden, die er auf dem Schul-Globus in Lemberg so eingehend betrachtet hatte. Die 'Mont Blanc' kehrte am 23. Mai des nächsten Jahres nach Marseille zurück, aber bereits einen Monat später fand sich Conrad erneut an Bord der 'Mont Blanc' ein, diesmal als Leichtmatrose und mit dem Ziel Haiti. Am Tag vor dem Heiligen Abend kehrte das Schiff nach Le Havre zurück.


Weitere Fahrten, immer wieder von längeren Landaufenthalten in Marseille unterbrochen, folgten. So etwa eine Fahrt als Steward auf der 'Saint Antoine' nach Haiti, Martinique, Kolumbien und (möglicherweise) Venezuela. Auf diesem Schiff traf er auch Dominic Cervoni, der ihm später in mehreren Werken als Vorbild für die Gestaltung Jean Peyrol's (Der Freibeuter), Attilio Pieschi's (Spannung) und Nostromo's diente. Mitte Februar 1877 kehrte er schließlich aus der Karibik wieder nach Marseille zurück.

Die nächste wirklich außergewöhnliche Zeit im Leben Conrad's war seine Zeit als Waffenschmuggler. Über die genauen Ursachen und Hintergründe ist leider recht wenig bekannt. Vieles von dem, was zu berichten ist, stützt sich zum Teil auf die eigenen Aussagen Conrad's und auch auf die Briefe und Berichte seines Onkels, der ihm auch in dieser Zeit die Treue nicht versagte.