Rudyard Kipling
Joseph Rudyard Kipling wurde am 30.12.1865 in Bombay / Indien geboren. Er war Sohn des Lehrers John L. Kipling und dessen Ehefrau Alice. Sein Vater wurde später zum Direktor des britischen Museums in Lahore ernannt. Der eigentümliche Vorname Rudyard stammt vom englischen See 'Lake Rudyard', an dessen Ufern sich die Eltern Kiplings's verlobt hatten. Im Altern von sechs Jahren kam er zu Pflegeeltern nach England, um eine adäquate Schulausbildung zu bekommen. 1882 kehrte er nach Lahore (heute: Pakistan) zurück und arbeitete für eine Lokalzeitung. In dieser Zeit entstanden auch seine ersten Gedichte und Erzählungen. Später war er für die Zeitung 'The Pioneer' tätig, während auch seine ersten Kurzgeschichten in Buchform veröffentlicht wurden. 1889 reiste er wieder nach England und lernte dort u.a. den Schriftsteller Henry James kennen, der einer seiner literarischen Förderer werden sollte. 1892 heiratete er die Amerikanerin Caroline Balastier, mit der er in die Vereinigten Staaten übersiedelte. Er blieb dort für die nächsten vier Jahre. In dieser Zeit entstand sein heute wohl bekanntestes Werk 'Das Dschungelbuch'. 1896 kehrte er mit seiner Frau wieder nach England zurück. In einem Gedicht, das sich speziell an den amerikanischen Präsidenten Theodore Roosevelt richtete, empfahl er den USA, die lahmen europäischen Staaten zurückzudrängen und selbst für den Fortbestand der Kolonialstruktur zu sorgen. 1907 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen. 1915 starb sein ältester Sohn John, 18jährig, auf dem Schlachtfeld. Von diesem Schicksalsschlag geprägt wurden seine späteren Werke immer düsterer. Kipling hatte sich ursprünglich für den Krieg ausgesprochen, sah durch den Tod des eigenen Sohnes dies jetzt aber als Irrweg an. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges ging seine Popularität rapide zurück. Viele seiner Werke gerieten in Vergessenheit. Kipling starb am 18.1.1936 in London an einem Gehirnschlag.
    Werke (Auszug) :

    Plain Tales from the Hills, 1888
    Soldiers Three, The Story of the Gadsbys, In Black and White, 1888
    Life's Handicap, 1891
    The Light that Failed, 1891
    Naulahka - A Story of West and East, 1892
    Many Inventions, 1893
    Das Dschungelbuch, 1894
    Das Zweite Dschungelbuch, 1894
    Captains Courageous, 1896
    The Day's Work, 1898
    A Fleet in Being, 1898
    Stalky & Co., 1899
    From Sea to Sea - Letters of Travel, 1899
    Kim, 1901
    Actions and Reactions, 1909
    Rewards and Fairies, 1910
    Sea Warfare, 1916
    A Diversity of Creatures, 1917
    The Irish Guards in the Great War, 1923
    Debits and Credits, 1926
    A Book of Words, 1928
    Thy Servant a Dog, 1930
    Limits and Renewals, 1932
    posthum: Something of Myself, 1937



We have fed our sea for a thousand years;
And she calls us, still unfed,
Though there's never a wave of all her waves
But marks our English dead.
We have strawed our best to the weed's unrest,
To the shark and the sheering gull.
If blood be the price of admiralty,
Lord God, we have paid in full!

There's never a flood goes shoreward now
But lifts a keel we manned;
There's never an ebb goes seaward now
But drops our dead on the sand;
But slinks our dead on the sands forlore,
From the Ducies to the Swin.
If blood be the price of admiralty,
If blood be the price of admiralty,
Lord God, we have paid it in!

We must feed our sea for a thousand years,
For that is our doom and pride,
As it was when they sailed with the Golden Hind,
Or the wreck that struck last tide;
Or the wreck that lies on the spouting reef
Where the ghastly blue-lights flare.
If blood be the price of admiralty,
If blood be the price of admiralty,
If blood be the price of admiralty,
Lord God, we have bought it fair!

Aus: Rudyard Kipling; 'The Seven Seas'; 'A Song of the English'; Quelle: gutenberg.org