Stephen Crane

Stephen Townley Crane         
wurde am 1.11.1871 in Newark / New Jersey geboren. Er war das jüngste von 14 Kindern einer Methodisten-Familie. 1880 starb sein Vater und die Familie zog nach Asbury Park / New Jersey. Im Alter von 16 Jahren hatte er bereits etliche Artikel für die 'New York Tribune' veröffentlicht. Er studierte an der 'Syracuse University', gab das Studium nach dem Tod seiner Mutter jedoch auf und ging als Journalist nach New York. 1897 berichtete Crane über den griechisch-türkischen Krieg. 1898 siedelte er sich in Sussex / England an. Er starb am 5.6.1900 in Badenweiler / Deutschland im Alter von 28 Jahren an Tuberkulose.


Werke (Auszug):

Maggie: A Girl of the Streets, 1893
The Red Badge of Courage, 1895
A Mystery of Heroism, 1895
The Bride comes to Yellow Sky, 1898
Death and the Child, 1898
The Impact of a Dollar Upon the Heart, 1898
The Open Boat and Other Tales, 1898
War is Kind and Other Lines, 1899
Whilomville Stories, 1900






Als im Frühling 1898 der spanisch-amerikanische Krieg auf Kuba ausbrach, wollte Crane - der hauptberuflich als Kriegskorrespondent arbeitete - unbedingt nach Kuba reisen, um über diesen Krieg berichten zu können. Nur: Crane hatte kein Geld. Gemeinsam mit seinem Nachbarn, Freund und Schriftstellerkollegen Joseph Conrad klapperte er mehrere Adressen in London ab, um sich Geld zu borgen. Er erhielt schließlich 50 Pfund vom Verlagshaus 'William Blackwood and Sons', allerdings erst, als Conrad dafür bürgte. Im April 1898 reiste Crane schließlich mit seiner Frau Cora nach Kuba. Nach dem Krieg kehrte er nicht sogleich nach Europa heim, sondern er ließ seine Frau alleine und ohne Geld in Havanna zurück. Während Cora von Geldgebern bedrängt wurde, hielt er sich nahe Havanna versteckt, schrieb Artikel und Geschichten. In der Erzählung 'The Open Boat and Other Tales' verarbeitete er seine eigenen Erfahrungen vor der kubanischen Küste, wo er einmal in einem 3-Meter-Dinghi dreißig Stunden lang auf offener See trieb. Während dessen schrieb Cora verzweifelte Briefe an ihre Freunde in England, mit der Bitte, ihr bei der Suche nach ihrem Mann zu helfen. Crane kehrte schließlich zu seiner Frau und nach England zurück, doch seine Gesundheit war massiv angeschlagen. Er litt an Malaria und an Tuberkulose. Crane starb nur eineinhalb Jahre nach seiner Rückkehr. Joseph Conrad fühlte sich schuldig an der Kuba-Reise seines Freundes und schrieb später:


'I feel as though that afternoon I had led him by the hand to his doom.
But, indeed, I was only the blind agent of the fate that had him in her grip.
Nothing could have held him back.
He was ready to swim the ocean.'

Collected Letters of Joseph Conrad; Copyright Cambridge University Press

  Aus dem Band 'War is Kind and Other Lines'
  von Stephen Crane, 1899:

  Do not weep, maiden, for war is kind.
  Because your lover threw wild hands
  toward the sky.
  And the affrighted steed ran on alone,
  Do not weep.
  War is kind.
  Hoarse, booming drums of the regiment,
  Little souls who thirst for fight,
  These men were born to drill and die.
  The unexplained glory flies above them,
  Great is the battle-god, and his kingdom.
  A field where a thousand corpses lie.
  Mother whose heart hung humble as a button
  On the bright splendid shroud of your son,
  Do not weep.
  War is kind.

   Courtesy of www.gutenberg.org












  Mehr Informationen hier: Stephen Crane Society
Stephen Crane auf Kuba

Stephen Crane mit Cora Taylor