John Dos Passos

wurde am 14.1.1896 in Chicago als unehelicher Sohn eines Rechtsanwaltes geboren. Er wuchs in Virginia auf. Als Jugendlicher unternahm er eine mehrmonatige Reise durch Europa und den Nahen Osten. Von 1913 bis 1916 besuchte er die angesehene Harvard-Universiät. 1916 reiste er nach Spanien. 1917 diente er als Fahrer eines Ambulanzautos im Ersten Weltkrieg. 1918 wurde er zum amerikanischen Militär einberufen. Das Kriegsende verbrachte er in Frankreich. Bei Aufenthalten in Paris und Spanien entwickelten sich Freundschaften zu Ernest Hemingway, Gertrude Stein und anderen Literaten. 1928 reiste er nach Russland und blieb dort für ein halbes Jahr. Dos Passos war ursprünglich ein Sympathisant des jungen Russland, distanzierte sich später jedoch von der stalinistischen Linken. Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete er als Kriegsberichterstatter. Bei einem Unfall wurde seine Frau Katharine getötet und Dos Passos verlor bei diesem Unfall ein Auge. Er starb am 28.9.1970 in Baltimore.
Dos Passos war nicht nur Autor (er schrieb über 40 Romane, daneben Gedichte und Theaterstücke), sondern machte sich auch einen Namen als Maler. Sein Nachlass umfasst mehr als 400 Gemälde.

Werke (Auszug):

The Scene of Battle, 1919
One Man's Initiation, 1920
Three Soldiers, 1921
A Pushcart at the Curb, 1922
Rosinante to the Road Again, 1922
Streets of Night, 1923
Manhattan Transfer, 1925
Facing the Chair, 1927
Orient Express, 1927
The 42nd Parallel, 1930
Nineteen Nineteen, 1932
The Big Money, 1936
The Ground we Stand On, 1949
Chosen Country, 1951
Most Likely to Succeed, 1954
The Head and Heart of Thomas Jefferson, 1954
The Great Days, 1958
Prospects of a Golden Age, 1959
Der Tod des James Dean, 1960
Midcentury, 1961
Mr. Wilsons War, 1962
Brazil on the Move, 1963
The Best Times, 1966
The Shackles of Power, 1966
The Portugal Story, 1969
John Dos Passos (links) mit Theodore Dreiser und Samuel Ornitz