Paul Cézanne

wurde am 19.1.1839 in Aix-en-Provence als Sohn des Hutmachers Louis-Auguste Cézanne und dessen Frau Anne-Elisabeth (damals: Aubert) geboren. Ab 1857 nahm er Unterricht an der Freien Städtischen Zeichenschule. 1859 schrieb er sich als Student der Rechtswissenschaften an der Universität Aix ein. Eine Freundschaft verband ihn auch mit Emile Zola, der ihn überredete, nach Paris umzuziehen. Er wurde von der École des Beaux-Arts abgewiesen, lernte jedoch in Paris den Maler Camille Pissarro kennen. Nach einem mehrjährigen Aufenthalt in seiner Heimatstadt kehrte er 1862 wieder nach Paris zurück und besuchte dort die Académie Suisse. Durch Pissarro lernte er auch Monet, Renoir und Sisley kennen. 1865 reiste er nach Aufenthalten in Marseille und in Aix wieder nach Paris. 1874 wurde eine Ausstellung impressionistischer Maler von Camille Pissarro veranstaltet. Auch Cézanne nahm (wenig erfolgreich) an dieser Ausstellung teil. 1886 heiratete er seine langjährige Geliebte Hortense Fiquet, mit der er einen Sohn hatte. Im selben Jahr starb sein Vater und Cézanne erbte dessen Vermögen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts lebte Cézanne überwiegend in Aix-en-Provence, während seine Familie sich in Paris aufhielt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts stiegen die Preise für seine Bilder kräftig. Vom Impressionismus ausgehend kam Cézanne zu einem eigenen Stil, der mitbestimmend für die moderne Kunst, u.a. für Fauvismus und Kubismus wurde. Über den direkten Augenblick hinaus wollte er die innere Struktur des Gesehenen deutlich machen. Paul Cézanne starb am 22.10.1906 in seiner Heimatstadt an den Folgen einer Lungenentzündung.

Paul Cézanne liebte das Leben auf dem Lande. Als Maler und genauer Beobachter hielt er sich gerne in der Natur auf und verachtete das mondäne Leben in den Großstädten, insbesonders das Leben in Paris. Viele seiner Bilder zeigen die Verbundenheit mit dem Landleben. Allein den Mont Saint-Victoire malte er in verschiedenen Nuancierungen über sechzig Mal. Cézanne führte eine nicht sehr als harmonisch zu bezeichnende Ehe. Ein Grund dafür war, dass seine Frau das Leben in Paris sehr wohl dem auf dem Lande vorzog. Mit seinem Sohn Paul hatte er jedoch ein überaus gutes Verhältnis. Kurz vor seinem Tode schrieb er an seinen Sohn: "Das Wetter neigt zum Gewitter und ist sehr unbeständig. Ich fühle mich geschwächt. Nur die Ölmalerei hält mich aufrecht. Man muss weitermachen. Ich muss also nach der Natur verwirklichen. Alles an Skizzen und Malerei mache ich nach der Natur, ausgehend von den Mitteln, den Empfindungen und Entwicklungen, die das Motiv mir suggeriert."

"Je cherche en peignant"

Paul Cézanne