F. Scott Fitzgerald und andere :
Francis Scott Fitzgerald wurde am 24.9.1896 in St.Paul/Minnesota geboren. Ab 1913 besuchte er die 'Princeton University', brach das Studium jedoch ab. Sein erster Roman 'Diesseits vom Paradies' wurde zu einem großen Erfolg und machte ihn schnell bekannt. Nur eine Woche nach der Veröffentlichung des Romans heiratete er im Jahr 1920 Zelda Sayre. Das Paar hatte eine Tochter namens Frances. Im April 1923, als Joseph Conrad die USA besuchte, tanzte er im volltrunkenen Zustand auf dem Anwesen der Doubleday's in Oyster Bay (wo Conrad wohnte) auf, bis er von einem Wachmann vom Grundstück verjagt wurde. Fitzgerald führte gemeinsam mit seiner Frau Zelda ein ausschweifendes Leben, in dem auch der Alkohol eine immer größere Rolle spielte. Seinen heute bekanntesten Roman 'Der große Gatsby' vollendete er in Paris. Nachdem sein letzter vollständiger Roman 'Zärtlich ist die Nacht' zu einem Misserfolg wurde, ergab er sich immer mehr dem Alkohol. In den 1930er Jahren kam es zu immer heftigerem Streit zwischen Fitzgerald und Zelda. Während Zelda in New York blieb, reiste er an die Westküste und begann eine Affäre mit Sheilah Graham Westbrook. Er versuchte auch, sich in Hollywood als Drehbuchautor über Wasser zu halten. 1940 erlitt er zwei Herzinfarkte. Er starb am 21.12.1940 in Hollywood. Sein letztes, aber unvollständiges Werk 'The last Tycoon' wurde von Edmund Wilson redigiert.
>>> "Die spinnt, die Zelda !"
Fitzgerald's häufiger Griff zur Flasche dürfte auch mit seiner Frau Zelda zu tun gehabt zu haben, die ihm mit Geboten, Verboten und Hinweisen das Leben zur Hölle machte. Fitzgerald war ihr verfallen. Zelda starb nach zahlreichen Aufenthalten in psychiatrischen Anstalten 1948 bei einem Brand in einem Spital in Asheville, North-Carolina.
Eine Auswahl seiner Werke:
Diesseits vom Paradies (This Side of Paradise) (1920)
Die Schönen und Verdammten (The Beautiful and Damned) (1922)
Der große Gatsby (The Great Gatsby) (1925)
Zärtlich ist die Nacht (Tender ist the Night) (1934)
Der letzte Taikun (The Last Tycoon; unvollendet) (1941)
"Sein Talent war so natürlich wie das Muster,
das der Staub auf den Flügeln eines Schmetterlings bildet.
Einst verstand er es ebensowenig, wie der Schmetterling es verstand,
und er wusste nicht, wann es angestoßen oder beschädigt war.
Später wurde er sich seiner verletzten Flügel und ihrer Konstruktion bewusst,
und er lernte denken und konnte nicht mehr fliegen, weil die Liebe zum Fliegen fort war, und er konnte sich nur daran erinnern, wie es mühelos gewesen war."
Aus 'Paris - Ein Fest fürs Leben'; Ernest Hemingway; Copyright Rowohlt Verlag GmbH
Während ich so dasaß und über die alte, nie gekannte Welt nachbrütete, musste ich daran denken, was für ein Wunder es für Gatsby bedeutet haben mochte, als er zum ersten Male das grüne Licht an Daisys Landesteg erspähte. Er war weither an dieses blaue Gestade gekommen, und plötzlich schien ihm sein Traum so nahe gerückt, dass er nur zuzugreifen brauchte. Aber er wusste nicht, dass der Traum längst hinter ihm lag, weit zurück in dem unermesslichen Dunkel jenseits der großen Stadt, wo die schwarzen Gefilde der Staaten unter nächtlichem Himmel wogten. Gatsby glaubte an das grüne Licht, an die rauschende Zukunft, die Jahr um Jahr vor uns zurückweicht. Sie ist uns gestern entschlüpft, doch was tut's - morgen schon eilen wir rascher, strecken weiter die Arme. Und eines schönen Tages ...
So regen wir die Ruder, stemmen uns gegen den Strom - und treiben doch stetig zurück, dem Vergangenen zu.
F. Scott Fitzgerald; aus: 'Der große Gatsby'; Copyright Diogenes Verlag