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The socialists were revolutionists, inasmuch as they struggled to overthrow the society of the present, and out of the material to build the society of the future. I, too, was a socialist and a revolutionist. I joined the groups of working-class and intellectual revolutionists, and for the first time came into intellectual living. Here I found keen-flashing intellects and brilliant wits; for here I met strong and alert-brained, withal horny-handed, members of the working-class; unfrocked preachers too wide in their Christianity for any congregation of Mammon-worshippers; professors broken on the wheel of university subservience to the ruling class and flung out because they were quick with knowledge which they strove to apply to the affairs of mankind.
Here I found, also, warm faith in the human, glowing idealism, sweetnesses of unselfishness, renunciation, and martyrdom - all the splendid, stinging things of the spirit. Here life was clean, noble, and alive. Here life rehabilitated itself, became wonderful and glorious; and I was glad to be alive. I was in touch with great souls who exalted flesh and spirit over dollars and cents, and to whom the thin wail of the starved slum child meant more than all the pomp and circumstance of commercial expansion and world empire. All about me were nobleness of purpose and heroism of effort, and my days and nights were sunshine and starshine, all fire and dew, with before my eyes, ever burning and blazing, the Holy Grail, Christ's own Grail, the warm human, long-suffering and maltreated, but to be rescued and saved at the last.

Jack London; 'Cosmopolitan'; März 1906
Das Magazin hatte prominente amerikanische Autoren aufgefordert, ein Essay zum Thema 'What Life means to me' abzuliefern. Der Dichter Edwin Markham glaubte nicht an eine Veröffentlichung dieses Artikels im 'Cosmopolitan' (das Magazin gehörte der Hearst Corporation), weil er meinte, man würde einen Angriff auf den amerikanischen Kapitalismus nicht zulassen. Er sollte sich getäuscht haben.
Links:

Jack London Seite (in Deutsch und Englisch):

Die Nachtgeborene ( The Night-Born)

Texte in englischer Sprache:

Burning Daylight

The Call of the Wild

John Barleycorn
Jack London
Jack London an Bord seiner Yacht
Das Haus, in dem Jack London starb
JACK LONDON


London's Geburtsname war John Griffith Chaney. Er wurde am 12.1.1876 als uneheliches Kind von Flora Wellmann und William Chaney in San Francisco geboren. Chaney hatte London's Mutter während der Schwangerschaft verlassen. Seine Mutter heiratete später den Farmer John London, wodurch Jack den Nachnamen seines Stiefvaters erhielt. John London wird als sehr fürsorgender Vater beschrieben. Die Familie ließ sich nach einigem Umherziehen in Oakland nieder. Jack London arbeitete als Fabrikarbeiter, Seemann und ab 1891 als Austernpirat an Bord der Sloop 'Razzle Dazzle'. Seine Karriere als Autor begann 1893, als er an einem Schreibwettbewerb teilgenommen und den ersten Preis für eine Seefahrergeschichte ('Typhoon of the Coast of Japan') gewonnen hatte. Von 1896 - 1897 studierte er an der Universität Berkeley, musste das Studium aus finanziellen Gründen aber beenden. Auch als Goldsucher im Yukon-Gebiet versuchte er ab 1897 sein Glück. Sein Profit bei dieser Suche nach Gold war eher bescheiden, nämlich etwa 4 Dollar fünfzig. Nach dem Tod seines Stiefvaters und zurück in Kalifornien unterstützte er seine Mutter so gut wie nur möglich, indem er praktisch den ganzen Tag über schrieb und versuchte, seine Geschichten an Zeitschriften zu verkaufen. Seine Geschichte 'A Thousand Deaths' wurde 1898 vom Magazin 'The Black Cat' angenommen. Im Jahr darauf schrieb er insgesamt 61 Geschichten, die zum Teil in der Zeitschrift 'Overland Monthly' publiziert wurden. Im Jahr 1900 schloss er seine erste Ehe mit Elizabeth (Bessie) Maddern. Das Paar hatte zwei Töchter namens Joan (geb. 1901) und Becky (geb. 1902). Nach sehr vielen Absagen großer Verlage wurde er um diese Zeit endlich wirklich wahrgenommen. Sein Vorsatz lautete von nun an, eintausend Wörter täglich zu schreiben. Er wurde durch diese Geschichten innerhalb von kurzer Zeit relativ wohlhabend.
Ebenfalls im Jahr 1900 erschien sein erstes Buch 'The Son of the Wolf'. 1902 reiste er nach England, um ein Buch über die Slums in London zu verfassen. Die Scheidung von Bessie erfolgte 1904, nachdem sich das Paar bereits im vorhergegangenen Jahr getrennt hatte. Ebenfalls 1904 besuchte er im Aufttrag des 'San Francicso Examiner' Japan und Korea und berichtete vom russisch-japanischen Krieg. Viele seiner Arbeiten zeugen von seinem abenteuerlichen Leben, auch sein lebenslanges sozialistisches Engagement kommt in den meisten seiner Werke zum Vorschein.
Bereits 1901 hatte er sich als Kandidat der Sozialistischen Arbeiterpartei um den Bürgermeisterposten von Oakland bemüht, aber lediglich 245 Stimmen erhalten. Vier Jahre später versuchte er es noch einmal, unterlag wieder, bekam aber diesmal immerhin 981 Stimmen. 1903 kaufte er den Einmast-Segler 'Spray'. Mit diesem Schiff segelte er an der Küste und am Fluss Sacramento, bevor er eine richtig große Segelyacht - die 'Snark' - bauen ließ. Gemeinsam mit seiner zweiten Frau, Charmian Kittredge, die er 1900 kennengelernt und 1905 geheiratet hatte, machte er mit dem Schiff 'Snark' zwischen 1907 und 1915 mehrere große Reisen nach Hawaii und Australien. Die Abfahrt der 'Snark' hatte sich aufgrund des Erdbebens in San Francisco vom 18.4.1906 um viele Monate verzögert. Seine Frau Charmian tippte meist seine handgeschriebenen Texte in die Schreibmaschine. 1908 musste er sich in Sydney einer Operation unterziehen. 1910 starb ihre Tochter Joy wenige Stunden nach der Geburt. Das Paar blieb kinderlos.
1912 reiste das Paar nach New York, dann nach Baltimore und mit dem Schiff 'Dirigo' rund um Kap Horn nach Seattle. Die ersten sechs Monate des Jahres 1916 verbrachte London wieder auf Hawaii. Zurück in Kalifornien kündigte er seine Mitgliedschaft bei der Sozialistischen Partei 'wegen des Nichtvorhandenseins von Feuer und Kampf, und wegen des Verlusts der eigentlichen Aufgabe, nämlich des Klassenkampfes'.
Am 22.11.1916, im Alter von nur 40 Jahren, starb London in Glen Ellen / Kalifornien vermutlich an Nierenversagen. Bis zum heutigen Tag halten sich jedoch Gerüchte, er habe möglicherweise Selbstmord verübt. Finn Froelich, Bildhauer und Freund London's (1868 - 1947), beschrieb seine letzten Jahre so: 'Er trieb keinen Sport mehr, wie er es immer getan hatte … wollte nicht mehr die Berge hinauf, um zu reiten … das Leuchten war aus seinen Augen verschwunden'.
Eine Auswahl seiner Werke:

Die Kreuzfahrt der Dazzler (The Cruise of the Dazzler), 1902
In den Wäldern des Nordens (Children of the Frost), 1902
Ruf der Wildnis (The Call of the Wild), 1903
Menschen der Tiefe (The People of the Abyss), 1903
Der Seewolf (The Sea-Wolf), 1904
Wolfsblut (White Fang), 1906
Abenteurer des Schienenstranges (The Road), 1907
Die eiserne Ferse (The Iron Heel), 1908
Martin Eden, 1910
Lockruf des Goldes (Burning Daylight), 1910
Alaska-Kid, 1912
The Scarlet Plague, 1912
König Alkohol (John Barleycorn),1913
Das Mondtal (The Valley of the Moon), 1913
Die Herrin des großen Hauses (The Little Lady of the Big House), 1916
Jerry of the Islands, 1917
Der Wolf von Wallstreet (Hearts of Three), 1918


"Der Kampf ließ mich geistig und körperlich gebrochen zurück und hat alle Lebenskraft und Lebensfreude aus mir herausgepresst. Wenn es das Thema dieses Aufsatzes ist, geistreiche und erfinderische junge Menschen vor dem härtesten und schlechtesten bezahlten Beruf überhaupt zu warnen, dann kann ich aufrecht sagen: Egal, wieviel Verstand, in keinem Markt kann man seine Fähigkeiten zu solch geringem Vorteil verkaufen. Verschreibt euch nicht der Literatur, wenn ihr genug Kapital habt, einen guten Besen zu kaufen, und genug Kraft, eine leere Kreuzung einzunehmen."

Jack London zitiert Grant Allan; aus der Geschichte 'Erste Hilfe für aufstrebende Autoren'; Copyright Ullstein Verlag.